SPD-Fraktion besucht Neue Jadewerft in Wilhelmshaven
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wilhelmshaven hat sich bei einem Besuch der Neue Jadewerft GmbH ein Bild von der aktuellen Lage vor Ort gemacht. Im Austausch mit der Werftleitung ging es um Entwicklungen im Schiffbau, um Sicherheitsfragen, aber auch um ganz praktische Themen wie Fachkräfte und Ausbildung.
Begrüßt wurde die Fraktion von Geschäftsführer Dietmar Janssen und Betriebsleiter Julian Albuschat. Beide nahmen sich Zeit für einen Rundgang über das Gelände und erklärten, wie sich die Arbeit in den vergangenen Jahren verändert hat. „Die Werft ist ein zentraler Bestandteil unserer wirtschaftlichen Stärke in Wilhelmshaven. Hier entscheidet sich ganz konkret, wie Zukunft vor Ort gelingt“, sagte Volker Block, SPD Oberbürgermeisterkandidat.
Die Neue Jadewerft gehört zur Rheinmetall Naval Systems, die seit dem 1. März 2026 Teil von Rheinmetall ist. Am Standort selbst liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Reparatur, Wartung und Modernisierung von Schiffen.
Mehr Aufwand bei Sicherheit
Ein Thema zog sich durch den gesamten Besuch: Sicherheit. Die Anforderungen sind deutlich gestiegen. Zugangskontrollen wurden ausgeweitet, Kamerasysteme ergänzt. Gleichzeitig berichten die Verantwortlichen von immer wieder auftretenden Drohnenflügen über dem Gelände. Wer dahinter steckt, ist oft unklar. Klar ist aber, dass solche Vorfälle ernst genommen werden müssen. Hier sehen sowohl die Werft als auch die Politik weiteren Klärungsbedarf.
Technik wird anspruchsvoller
Beim Rundgang wurde schnell deutlich, wie komplex die Arbeit inzwischen ist. Große Hebeanlagen, spezielle Dockbereiche und unterschiedliche Schiffstypen erfordern viel Erfahrung und Planung. Neubauten spielen heute eine geringere Rolle. Stattdessen geht es häufig um Umbauten, Modernisierungen oder Instandsetzungen.
Damit steigen auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Anlagen müssen regelmäßig überprüft und teilweise erneuert werden. Das bindet Zeit und Geld, ist aber notwendig, um den Betrieb langfristig zu sichern.
Fachkräfte bleiben ein Thema
Ein weiterer Punkt war die Ausbildung. Die Werft bildet weiterhin selbst aus, stellt aber fest, dass es schwieriger geworden ist, geeignete Bewerber zu finden. Gleichzeitig ist der Aufwand gestiegen, junge Menschen auf das notwendige Niveau zu bringen.
Dabei geht es nicht nur um fachliche Inhalte. Auch Themen wie Verlässlichkeit, Grundkenntnisse oder Prüfungsängste spielen im Alltag eine Rolle. Die SPD-Fraktion sieht hier auch die kommunale Ebene gefragt, etwa bei der Unterstützung von Bildungsangeboten.
Bedeutung für die Stadt
Im Gespräch wurde auch deutlich, wie eng die Werft mit anderen Bereichen in der Stadt verbunden ist. Fragen rund um den Innenhafen, Verkehrsführung oder Flächennutzung wirken sich direkt auf den Betrieb aus. Umgekehrt ist die Werft ein wichtiger Ansprechpartner für wirtschaftliche Entwicklungen in Wilhelmshaven.
Fazit des Besuchs
Für die SPD-Fraktion steht nach dem Termin fest, dass die Werft weiterhin eine wichtige Rolle für den Standort spielt. Gleichzeitig gibt es Themen, die gemeinsam angegangen werden müssen – von der Fachkräftesicherung bis hin zu klaren Regelungen bei Sicherheitsfragen.
„Die Werft ist ein zentraler Bestandteil unserer Stadt. Wer die Zukunft Wilhelmshavens gestalten will, muss hier genau hinschauen und Verantwortung übernehmen“, so Volker Block zum Abschluss des Besuchs.