Das haben mich gestern in der Ratssitzung viele Ratsmitglieder gefragt. Über dieses persönliche Interesse habe ich mich wirklich gefreut.

Natürlich bin ich enttäuscht. Ich hätte die Aufgabe als Oberbürgermeister gerne übernommen. Aber wenn ich eine Herausforderung angehe, habe ich einen Grundsatz: Ich gebe alles, was mir möglich ist. Wenn es am Ende trotzdem nicht reicht, kann ich das akzeptieren. Ich muss mir zumindest nicht vorwerfen, es nicht versucht oder nur mit halber Kraft angepackt zu haben.

Bei aller Enttäuschung weiß ich aber auch, wie gut es mir geht. Ich habe ein schönes Privatleben, eine tolle Frau an meiner Seite und einen Beruf, der mir Freude macht. Dafür bin ich sehr dankbar.

Am Montag nach der Wahl war mein Wahlkampfurlaub auch schon vorbei. Zurück im Beruf ging es direkt mit einer Konferenz. Und in dieser Woche konnte ich sogar noch eine neue Mitarbeiterin einstellen. Auch solche Momente zeigen mir, wie gerne ich meinen Beruf mache. Was will ich mehr?

Jetzt freue ich mich auf das, was in den vergangenen Monaten häufig zu kurz gekommen ist: Zeit mit meiner Frau Nurhayat, gemeinsame freie Stunden und auch einmal einen Gang zurückzuschalten.

Wobei „zurückschalten“ vermutlich nicht für alle Lebensbereiche gelten wird. Da wäre nämlich noch unser Garten. Der durfte sich während des Wahlkampfs deutlich freier entfalten als geplant.

Sagen wir so: Es gibt Handlungsbedarf.

Meine Begeisterung für die anstehenden Gartenarbeiten hält sich allerdings in Grenzen. Genauso wie für die vielen anderen Dinge, die liegen geblieben sind.

Das hätte mich übrigens auch bei einem Wahlsieg eingeholt.

Unkraut interessiert sich nicht für Wahlergebnisse.

Aber da muss ich jetzt durch.

Euer Volker

Sagen Sie mir, was besser werden soll.