Immer wieder wird die Frage gestellt, ob sich Arbeit gegenüber dem Bezug von Grundsicherung überhaupt lohnt.

Für mich ist das eine wichtige sozialpolitische Frage.

Wer morgens aufsteht, seiner Beschäftigung nachgeht und Verantwortung übernimmt, muss die Möglichkeit haben, dadurch wirtschaftlich voranzukommen.

Gleichzeitig wissen wir, dass nicht jeder Arbeitsplatz ein Einkommen sichert, das ohne ergänzende staatliche Unterstützung ausreicht.

Besonders hohe Wohnkosten, familiäre Verpflichtungen oder geringe Arbeitszeiten können dazu führen, dass Beschäftigte auf zusätzliche Leistungen angewiesen bleiben.

Wir müssen deshalb genau unterscheiden: Wo fehlen finanzielle Anreize? Wo sind Löhne zu niedrig? Und wo verhindern andere Rahmenbedingungen, dass Menschen mehr arbeiten können?

Ein funktionierender Sozialstaat darf weder Armut trotz Arbeit ignorieren noch fehlende Mitwirkung einfach hinnehmen.

Arbeit muss Perspektiven schaffen. Und wer mehr arbeitet, soll davon auch finanziell profitieren.

Sagen Sie mir, was besser werden soll.